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Relativitätstheorie als wissenschaftlicher Unsinn?
Ein Mann glaubt nicht an Einsteins Formel
Norber Derksen kämpft gegen "Physikmafia" - Keiner will seine Argumente widerlegen

thu. Norbert Derksen ist ein Mann, der den Dingen auf den Grund geht. Hunderte von Seiten hat der Diplom-Ingenieur mit Berechnungen gefüllt und ist zu der Erkenntnis gelangt „Einstein irrt“. „Jeder Aufwand in Forschung oder Lehre zugunsten der Relativitätstheorie stellt eine nicht zu verantwortende Verschwendung an Steuergeldern dar“, schrieb er an den Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Dr. Norbert Blüm. Eine Antwort hat Derksen nie erhalten. Ebensowenig von anderen Kapazitäten auf dem Gebiet der Physik, denen er die Ergebnisse seiner Privatforschung offenlegte. Für Derksen ist der Fall klar: „Die Wissenschaft will eine Blamage vertuschen“, erklärte er gegenüber dem SÜDKURIER.

Der Grundstein zu den Derksenschen Zweifeln legten zahlreiche Veröffentlichungen zum 100. Geburtstag des deutsch-amerikanischen Physikers im Jahre 1979. Aussagen widersprüchlicher Natur machten ihn stutzig. Norbert Derksen, der als Entwicklungsingenieur bei AEG-Telefunken arbeitet, besorgte sich Bücher in der Werksbibliothek, später in der Bücherei der Universität. „Ich habe alles verschlungen, was greifbar war“, erzählt Derksen in seiner gemütlichen Wohnung unweit des Staader Bodenseeufers.
Im Bücherregal entdeckt man auch weniger Wissenschaftliches: Märchen und Sagen - Gebrüder Grimm und Andersen. „Andersen paßt“, schmunzelt Derksen und zieht das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern als Beispiel heran. In jenem Märchen wollte niemand aus dem Hofstaat dem Kaiser zugestehen, daß er keine Kleider trage. Alle bewunderten ehrerbietig seine nicht vorhandene Aufmachung. So sei es auch mit der Einsteinschen Relativitätstheorie, erklärte Derksen. Keiner wolle sich daran die Finger verbrennen, jeder glaube, daß er Ehre lassen müsse, wenn er zugebe, das 2. Postulat von Einstein, die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, nicht zu verstehen.
„Der Physiker, der ehrlich ist, muß eingestehen, daß Einstein irrt, ober es fehlt ihm an Intelligenz“, formulierte Derksen einen knallharten Vorwurf an die Adresse der Wissenschaft. „Die Wahrheit darf nicht ans Tageslicht kommen, weil die Blamage gigantisch wäre“, sagt Derksen und verweist darauf, daß es schon einige namhafte Wissenschaftler gebe, die ihren Bekennermut mit der Karriere bezahlt hätten.
Norbert Derksen fühlt sich stark genug, durchzuhalten. „Ich bin überzeugt“, bekräftigt er und betont, des Lebens wieder froh geworden zu sein, seit er die Relativitätstheorie offen ablehne. Davon sollten seiner Meinung nach auch Schüler und Studenten profitieren. Die Relativitätstheorie, in jedem Lehrbuch als Krönung der menschlichen Wissenschaften gesehen, sei nichts als Unsinn. Lehrpläne müßten von diesem Ballast befreit werden.
Die Meinung des Einstein-Kritikers basiert auf Berechnungen. „Ich fing von Grund auf an“, erzählt er, „habe alles geprüft und versucht, zu einer einheitlichen Beschreibung zu gelangen.“ Das scheint ihm auch gelungen. Derksen behauptet, einige Formeln gefunden zu haben, die widerspruchsfrei seien. Bei ihm kommen nur Relativgeschwindigkeiten vor, an die er eine Elektrodynamit anschließen will, die alle Phänomene erkläre. Sein neues Elementargesetz steht schon, aber Derksen will noch nicht an die Öffentlichkeit. Damit hätte er bisher auch erhebliche Schwierigkeiten. „Wer etwas veröffentlichen will, kommt nicht durch, auch nicht bei physikalischen Fachzeitschriften.“ Verantwortlich dafür soll eine „Physikmafia“ sein, die verhindert, daß die Wahrheit über die Relativitätstheorie ans Tageslicht kommt. „Die ganze Theorie ist wie eine Seifenblase - wenn man reinsticht, platzt sie.“
Auch an den CDU-Bundesminister Dr. Norbert Blüm wandte sich der Konstanzer schon. In einem persönlichen Brief hatte er ihm erklärt, daß die Weiterarbeit an dieser Theorie eine Verschwendung von Steuergeldern darstelle. Wie jeder Unvoreingenommene schon nach kurzer Prüfung feststellen müsse, gebe es an diesem Machwerk nichts zu begreifen, man könne es nur durchschauen. Wörtlich schreibt Derksen „Was uns von den ‚Hofschranzen‘ Einsteins mit beispielloser Unverblümtheit aufgetischt wird, beruht nachweislich auf Fehlinterpretationen physikalischer Tatsachen und einfachen Rechen- und Überlegungsfehlern.“ Die Behauptung, daß es bis heute keinen einzigen schlüssigen Beweis für die Relativitätstheorie gebe, untermauert er mit drei Briefseiten, gefüllt mit Zitaten verschiedenster Wissenschaftler zum Thema. Auch der Theorieschöpfer selbst wird zitiert. So soll er 1921 nach seiner Rückkehr aus Amerika gesagt haben: „Ich finde es komisch und zugleich interessant, dies Spiel zu beobachten und glaube, daß es das Geheimnisvolle des Nichtbegriffenen ist, das sie bezaubert.“ Derksen verbindet die Hoffnung, daß es bald peinlich und beschämend sein werde, wie viele „Gelehrte“ Einsteins „Theorie“ verstanden hatten, mit der Bitte an Blüm, den Stein ins Rollen zu bringen. Er solle die Relativitätstheorie auch in breiter Öffentlichkeit als das brandmarken, als was sie auch der britische Nobelpreisträger Frederic Sody 1954 in Lindau entlarvte, als einen anmaßenden Schwindel und Schritt zurück ins Reich der Phantasie und des Mystizismus, als eine Orgie von Amateurphysik. Der Brief an Blüm blieb ohne Antwort. Warum, das konnte man sich im Ministerialbüro nicht erklären. Für Derksen ist das nichts Neues. Auch andere Kontaktierungsversuche seien ohne Erfolg geblieben. Lediglich im Kollegenkreis konnte er bisher überzeugen. Fachleute antworteten stets ausweichend oder fühlten sich nicht zuständig. Dennoch will er nicht aufgeben und sucht weiter nach kompetenten Ansprechpartnern. „Es geht um die Wahrheit“, beteuert der schlanke braunhaarige Mann, der posthum dem Lehrer Einsteins recht gibt, der gesagt haben soll: „Da kommt nie etwas Rechtes raus.“ für ihn ist auf wissenschaftlichem Gebiet die Demokratie noch lange nicht verwirklicht, „da herrscht noch Diktatur!“ -wt-

Kontaktadresse: Dipl. Ing. Norbert Derksen, Haydnstraße 3, 78464 Konstanz, Tel.: 07531-67473

  DIE PHYSIK steht bei dem Diplom-Ingenieur Norbert Derksen im Vordergrund. Er vergleicht Einsteins Relativitätstheorie mit dem Andersenschen Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. „Keiner will die Wahrheit bekennen. Die Blamage wäre zu groß“, sagt er und ist sich aufgrund seiner Berechnungen völlig sicher, daß die Einstein-Formel wissenschaftlichen Grundlagen entbehrt. Bild: Thum
 
 

Walter Theimer Handbuch naturwissenschaftlicher Grundbegriffe 2. überarbeitete und ergänzte Auflage UTB 1389, 1986, 553 Seiten mit 123 Abbildungen ISBN 3-7720-1725-8 Die naturwissenschaftlichen Grundbegriffe, die in den meisten Nachschlagewerken aus Raumgründen zu kurz kommen, finden in diesem Handbuch die notwendige ausführliche Behandlung. Wer die moderne Naturwissenschaft verstehen will, braucht die Kenntnis ihrer Grundbegriffe, sie sind auch notwendig für das Verständnis der Spezialbegriffe. Einsicht in die Grundvorgänge macht zudem weite Gebiete der angewandten Wissenschaft und der Technik leichter verständlich.
Grundbegriffe sind nicht Elementarbegriffe, sie erstrecken sich vielmehr bis in die höchsten Bereiche der Wissenschaft. In diesem Handbuch werden aber auch komplizierte Tatsachen und Vorgänge vom Elementaren ausgehend dargestellt. Der Leser erhält eine zuverlässige und gründliche Information über die Begriffe, die jeweils in mehreren, oft in allen naturwissenschaftlichen Bereichen verwendet werden. Das Buch ist vom modernen Standpunkt aus beschrieben; es hält sich von einer Vermengung von Wissenschaft und Metaphysik fern.

Aus dem Inhalt: Atom - Chemische Bindung - Elektromagnetismus - Energie - Evolution - Festkörperphysik - Halbleiter - Hormone - Informationstheorie - Kybernetik - Kolloide - Licht - Magnetismus - Metalle - Molekularbiologie - Naturwissenschaftliche Methode - Periodensystem - Quantentheorie - Radioaktivität - Relativitästheorie - Supraleitung - Thermodynamik - Vererbung - Wellen - Zellen.

Auszug aus dem Handbuch (zum Stichwort „Relativitätstheorie“, S. 469): Lehrmeinung und Kritik. Die Relativitätstheorie ist mehr ein philosophisches als ein physikalisches Problem. Es geht um die Frage, wie die Dinge betrachtet werden sollen, nicht um neue Entdeckungen. Es geht um Einsteins Auffassung von Raum, Zeit und Erkenntnis. Einstein leitet seinen Wahrheitsanspruch letztlich aus einer behaupteten mathematischen Harmonie der Welt ab, die er in der Lorentz-Invarianz der Naturgesetze in allen Systemen ausgedrückt findet. Seine Metaphysik läßt sich bis auf Platon und Pythagoras zurückverfolgen. Das Mittel der Naturerkenntnis ist die Frage nach den mathematischen Beziehungen der Dinge, nicht nach ihrem Wesen. Die Relativitätstheorie wird als die richtige Beschreibung der Natur erklärt. Die Anhänger der Relativitätstheorie beherrschen die Lehrstühle und dulden keine Kritik. Die Kritik, welche die Relativitätstheorie von Anfang an begleitet, ist jedoch nicht verstummt, wenn sie auch wenig Publizität findet. Die Kritik sagt, daß die Relativitätstheorie keine Natur beschreibt, sondern eine mathematische Konstruktion auf Grund vorgegebener philosophischer Axiome. Sie setzt mathematische Beziehungen mit physikalischen gleich und sieht von den qualitativen Wesenszügen der Dinge ab. Sie ist mit der Annahme objektiver Dinge nicht vereinbar und öffnet die Tür für ein magisches Denken. Die Relativitätstheorie wimmelt von inneren logischen Widersprüchen. Der Gebrauch von Gedankenexperimenten zur Theoriebildung widerspricht der naturwissenschaftlichen Methode. Die Relativitätstheorie, fährt die Kritik fort, ist formal, spekulativ und phänomenalistisch. Sie ist reiner Mathematismus. Die subjektivistische und impressionistische Erkenntnismethode Einsteins verwischt den Unterschied zwischen Schein und Wirklichkeit. Zum größten Teil ist die Relativitätstheorie eine Physik imaginärer Vorgänge.
Weiter findet die Kritik in dieser Theorie eine ganze Reihe erheblicher mathematischer Fehler (Schmidt, Pagels, Dissler). Die angebotenen experimentellen Beweise halten keiner Kritik stand. Ein experimenteller Beweis ist grundsätzlich unmöglich. Erstens handelt es sich um Experimente mit Raum und Zeit: dazu wären nach Larmor (1939) Apparate notwendig, die außerhalb von Raum und Zeit arbeiten. Zweitens enthält die Theorie Widersprüche; einen Widerspruch kann man nicht beweisen (Nordenson 1969). Drittens ist bei realen Experimenten die relativistische Situation aufgehoben, da nur ein einziges System vorhanden ist und das für die Relativität charakteristische „Dublett“ fehlt. Einstein schrieb über sein Lebenswerk 1949 an seinen Freund Solovine: „Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt bin, daß er standhalten wird, und ich fühle mich unsicher, ob ich überhaupt auf dem richtigen Weg bin.“ Er sprach von seinem „Luftschloß“.
Die riesige Literatur über die Relativitätstheorie, die ein ganzes Jahrhundert fasziniert hat und noch fasziniert, ist bekannt. Insbesondere sei auf die Werke von Einstein und Born hingewiesen. Hier seien noch einige Titel aus der kritischen Literatur ausgewählt: W. Theimer, Die Relativitätstheorie, Bern 1977. - B.J. Gut, Immanent-logische Kritik der Relativitätstheorie. Zug 1981. - B. Juhos (Professor der Logik in Wien), Erkenntnislogik der modernen Physik. Berlin 1967. - H. Nordenson (langjähriges Mitglied des Nobelpreiskomitees in Stockholm), Relativity, Time and Reality. London 1969. - N. Rudakov, Fiction Stranger than Truth. Geelong (Austral.) 1981. - K.Pagels, Mathematische Kritik der speziellen Relativitätstheorie. Zug 1984. - W. Kantor (Professor der Physik in San Diego), Relativistic Propagation of Light. Lawrence, Kansas, 1976. - G. Barth, Schriften zur Relativitätstheorie. Zwingendorf b. Wien 1954-1985. - H. Dingle (Professor der mathematischen Physik in London), Science at the Crossroads, London 1972.

 
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